Cake Pops: Kuchen trifft auf Lollipop

Mittwoch, 5. September 2012 - 17:49  |  18255 mal gelesen
Cake Pops: Kuchen trifft auf Lollipop
RuthBlack/iStockphoto

Wenn Kuchen übrig bleibt, ist man häufig hin und her gerissen: er schmeckt einfach nicht mehr so lecker wie am ersten Tag, doch wegwerfen will man ihn bestimmt nicht. Kein Problem! Aus den Resten lassen sich nämlich zauberhafte Cake Pops zubereiten.

Nach Muffins und Cupcakes schwappt langsam ein neuer Trend aus den USA zu uns herüber: Cake Pops! Dabei handelt es sich um saftige Kuchenkugeln, die bunt verziert und an einem Stiel serviert werden - wie man es sonst von Lollipops kennt.

Die Möglichkeiten sind dabei schier grenzenslos. So lassen sich nicht nur klassische Geschmacksrichtungen herstellen, wie z.B. Schoko-Cake-Pops, sondern auch ausgefallene Kreationen wie Cake Pops in Schäfchenform oder Cupcake Pops.

Aus Alt mach Neu

Die Herstellung ist denkbar einfach: ein bereits gebackener und abgekühlter Kuchen wird zerkrümelt und anschließend mit einer Creme (Frosting) oder einem anderen Bindemittel vermischt. So entsteht der saftige und formbare Grundteig, der zu Kugeln gerollt und anschließend glasiert und verziert wird. Klassische Glasuren sind Schokolade, Ganache oder eine speziell hergestellte und gefärbte Glasur (Candy-Melts). Dieses Grundrezept kann man für alle Arten von Cake-Pops verwenden und nach Belieben abwandeln:

Zutaten

  • 1 Kuchen
  • 1 große Tasse Frosting*, Nutella oder Pudding
  • 200g Kuvertüre
  • Streusel etc. zum Verzieren
  • Lollipop-Stiele (ca. 40 Stück)

* Frosting mischen aus: 75g weicher Butter, 125g Frischkäse, 130g Puderzucker + Aromen

Zubereitung

  1. Kuchen zerkrümeln
  2. Mit Frosting oder Pudding vermischen
  3. Masse zu Kugeln rollen (2-3cm)
  4. Kuvertüre schmelzen
  5. Stielspitzen in Kuvertüre tauchen & in Kugeln stecken (Lollipop)
  6. 15 Minuten ins Gefrierfach
  7. Kugeln ganz in Kuvertüre tauchen und Überschuss abtropfen lassen
  8. Mit Streuseln bestreuen und in einen Ständer* zum Trocknen stecken

* Zum Beispiel ein umgedrehtes Nudelsieb

Fertig!

Was für ein Kuchen als Basis verwendet wird, spielt eigentlich keine Rolle. Ob Backmischung, gekauft oder selbst gebacken - das Frosting macht geschmacklich aus allen einen Star! So kann man einen Kuchen wunderbar wiederverwenden, der nach Feiertagen oder Geburtstagen übrig geblieben ist. Ihm wird nicht nur zu neuem Glanz verholfen, man verwandelt ihn in eine ganz neue, eindrucksvolle Kreation, die sich toll verschenken lässt.

Natürlich muss man nicht unbedingt einen bereits gebackenen Kuchen recyclen, man kann Cake Pops auch frisch backen. Hierfür gibt es ein eigens hergestelltes Cake-Pop-Eisen, mit dem man Kuchenteig in Kugelform backen kann. So müssen die Kugeln anschließend nur noch verziert werden. Die Backzeit ist auch deutlich kürzer als im Ofen (5-8 Minuten). Eine ähnliche Backform gibt es zwar auch für den Ofen, hier ist die Backzeit allerdings länger.

Verzieren macht Spaß

Der Look ist bei Cake Pops genauso wichtig wie der Geschmack. Ähnlich wie Cupcakes bieten sie kreativen Hobby-Bäckern die Möglichkeit, sich künstlerisch richtig auszutoben. Ob man die Kugeln einfach nur mit etwas Schokolade und ein paar gehackten Nüssen verziert oder aufwendige Figuren nachbildet bleibt jedem selbst überlassen - für einen Wow-Effekt sorgt man aber in jedem Fall.

Hier ein paar Grundzutaten zum Verzieren von Cake-Pops, die auch bei Anfängern für tolle Ergebnisse sorgen:

  • Streusel: aus Schokolade oder Zucker, gibt es in bunten Farben und mit Glitzereffekt, hell oder dunkel - ein Kontrast wirkt dabei immer besonders schön (z.B. bunte Streusel in hellen Farben auf dunkler Schokolade). Direkt auf die noch nicht trockene Schokolade streuen.
  • Nüsse, Kokosflocken, Orangeat & Zitronat: einfach fein hacken und über die noch nicht trockene Schokolade streuen, vor allem Pistazien sehen fantastisch aus.
  • Formzucker: Gibt es mittlerweile in den schönsten Formen und Farben (z.B. Herzen, Schneeflocken, Sternchen), Verwendung wie bei Nüssen und Streuseln.
  • Marzipan: Aus Marzipan lassen sich sehr einfach plastische Elemente formen, wie z.B. Hüte, Nasen oder Ohren. Mit etwas flüssiger Schokolade festkleben und einige Sekunden warten bis sie fester wird (geht bei kalten Cake Pops recht schnell).
  • Schokolade: Dies ist die klassische Methode; man verwendet flüssige Schokolade in einer anderen Farbe als die der Glasur (z.B. weiße Schokolade auf dunkler Glasur). Wenn man die Schokolade in einen Spritzbeutel mit sehr kleiner Öffnung gibt, kann man schöne Muster spritzen oder die Schokolade einfach in Streifen über die Cake Pops ziehen.
  • Schokolinsen, Puffreis & Co.: Alles, was essbar, süß und klein ist eignet sich im Prinzip zum Verzieren der leckeren Kügelchen. So kann man z.B. Elfentaler, bunte Schokolinsen, Puffreis oder Liebesperlen verwenden (aus aufgeklebten Schokolinsen werden beispielsweise Schuhe, Ohren oder bunte Nasen).

Notwendige Utensilien

Folgendes braucht man, um Cake Pops selbst zu machen:

  • Stiele: hier kann man entweder echte Lollipop-Stiele verwenden (gibt es beim Hobbybäcker-Versand) oder Holzstiele, wie man sie vom Grillen häufig noch Zuhause hat.
  • Cake-Pops-Ständer: nachdem man die Cake Pops mit Schokolade überzogen hat, sollten sie nach Möglichkeit stehen, damit sie sich nicht verformen und die Schokoschicht schön glatt bleibt. Hierfür eignet sich ein umgedrehtes Nudelsieb (die Cake Pops einfach mit dem Stiel in die kleinen Löcher stecken bis sie stehen) oder ein Stück Styropor.
  • Spritzbeutel: braucht man sehr häufig zum Verzieren. Da die Cake Pops sehr klein sind, muss der Aufsatz auch eine kleine Öffnung haben. Alternativ kann man auch einen Gefrierbeutel verwenden, bei dem man eine kleine Spitze abschneidet.

Durchsichtige Bonbon-Tüten (klein) und Schleifen eignen sich hervorragend zum Verschenken der hübschen Kreationen. Man umhüllt die Kugeln einfach mit etwas durchsichtiger Folie oder einer Tüte und bindet diese am Stiel mit einer Schleife zu. So werden die Kuchenlollis richtig in Szene gesetzt!

Die wichtigsten Tipps für die Zubereitung von Cake-Pops

  1. Cake Pops sollten nicht zu groß geformt werden sonst können sie schnell vom Stiel fallen. Sie sollten maximal einen Durchmesser von 2-3cm haben.
  2. Wenn man die Kugeln am Stiel befestigt, sollte man die Stielspitze immer in etwas Schokolade tauchen, ansonsten hat die Kugel keinen richtigen Halt.
  3. Für eine ebenmäßige Glasur: überflüssige Schokolade durch vorsichtiges Drehen abtropfen lassen und nach dem Auftragen für 15 Minuten ins Gefrierfach stellen.
  4. Bei Streuseln sollte man die Cake Pops nicht „eintauchen“ sonst verschmiert man die Glasur - am besten vorsichtig streuen.
  5. Anstatt Frosting kann man auch Pudding verwenden, um aus den Krümeln einen formbaren Teig zu machen.
  6. Streusel und sämtliche Deko-Elemente, die nicht selbst kleben, müssen vor dem Trocknen aufgetragen werden. Beim Verzieren mit Schokolade sollte die Glasur bereits getrocknet und abgekühlt sein.
  7. Ein Mixer hilft beim Zerkleinern des Kuchens.
  8. Beim Glasieren darauf achten, dass die Kugeln so wenig wie möglich in der Schokolade bewegt werden, da sie sonst herunterfallen können. Am besten ist es, man benutzt ein hohes Gefäß (z.B. Messbecher), in das man die Schokolade gibt, dann muss man den Cake Pop nur einmal eintauchen.
  9. Weiße Schokolade wird beim Schmelzen manchmal nicht geschmeidig, hier hilft etwas Kokosfett (1-2 Stück), das man unterrührt.
  10. Vor dem Auftragen der Glasur sollten die Cake Pops immer ca. 15 Min. ins Gefrierfach gestellt werden.

Wer jetzt Hunger auf die leckeren Kuchenlollis bekommen hat, findet hier alle unsere Cake Pops Rezepte zum nachmachen! Falls Ihr Rezepte, Ideen oder Tipps zum Thema Cake Pops habt, teilt sie mit uns in den Kommentaren.

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