Sauerkraut selber machen

Sauerkraut selber machen
Corinna Gissemann/Fotolia
Sauerkraut gehört zu Deutschland wie schnelle Autos, Lederhosen und Goethe. Es ist sozusagen ein kulinarisches Kultprodukt made in Germany, das überall auf der Welt mit unserem Land assoziiert wird. Ursprünglich war Sauerkraut ein typisches Wintergemüse, das dadurch entstand, dass die Menschen eine Möglichkeit suchten, Weißkohl haltbar zu machen, um einen Vorrat für den langen Winter anzulegen. Heutzutage kann man Sauerkraut natürlich das ganze Jahr hindurch genießen, ob zu traditionellen deutschen Gerichten wie Schweinshaxe, Bratwurst oder Kasseler, zu Schupfnudeln, Spätzle oder Kartoffeln oder auch im Eintopf oder auf der Pizza. Der Fantasie sind in Sachen Sauerkraut keine Grenzen gesetzt.

Was Du brauchst:

  • 1 Kopf Weißkohl
  • Salz
  • Schüssel
  • Brett oder Deckel
  • Reibe
  • Löffel
  • Messer
  • Kartoffelstampfer

Anleitung:

  1. Der erste Schritt beim Sauerkraut selber machen: Die äußeren Blätter des Weißkohls entfernen.

  2. Je nachdem, wie groß der Kohl ist, wird er nun mit einem Messer halbiert oder geviertelt. Den Strunk dabei entfernen.

  3. Nun den Kohl mit der Reibe in gleichmäßig dünne Streifen hobeln. Am besten legt man die Reibe auf eine Schüssel, sodass die Kohlstreifen gleich hineinfallen können.

  4. Die Kohlstreifen werden nun mit Salz ordentlich vermischt. Als Faustegel gilt: Je Kilo Kohl 10 Gramm Salz.

  5. Jetzt muss der gesalzene Weißkohl sorgfältig mit einem stabilen Kartoffelstampfer gestampft werden. Der Kohl wird so verdichtet und es entsteht eine Lake aus Salz und Gemüsesaft.

  6. Die Schüssel nun gut mit einem passenden Deckel oder einem Brett luftdicht verschließen, damit die Gase, die beim Gärprozess entstehen, nicht entweichen können.

  7. Jetzt heißt es: Geduld bewahren. Denn Sauerkraut braucht in der Regel zwei bis drei Wochen, bis der Gärprozess abgeschlossen ist. Als ideale Temperatur gelten übrigens knapp 20 Grad. Es ist also ratsam, das Sauerkraut in einem wärmeren Raum gären zu lassen.

  8. Ist der Gärprozess abgeschlossen und man will das Sauerkraut nicht sofort verbrauchen, kann man es in Einweckgläser füllen und so einige Monate lang lagern.

Tipps & Vorsichtsmaßnahmen:

  • Wer Sauerkraut selber machen will, kann natürlich nach Belieben weitere Gewürze hinzufügen, wie zum Beispiel Kümmel oder Wacholder.
  • Übrigens: Am gesündesten ist Sauerkraut, wenn es roh verzehrt wird. Dann stärkt es mit seiner probiotischen Wirkung den Organismus und macht ihn widerstandsfähig und weniger anfällig für Krankheiten.
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