Pralinen selber machen

Pralinen selber machen
Elena Moiseeva/Fotolia
Sie sind wahrscheinlich die edelste, sinnlichste und feinste Versuchung, seit es Schokolade gibt: Pralinen. Den kleinen Naschereien kann wirklich niemand widerstehen. Und das ist auch kein Wunder, denn Pralinen schmecken nicht nur herrlich, sie bestechen auch durch ihre Optik. Hübsch verziert und verführerisch duftend kommen sie in mundgerechter Größe daher und sind bereit, unsere Geschmacksnerven in Entzückung zu versetzen.

Was Du brauchst:

  • 200 g Schokolade
  • 100 g Sahne
  • 30 g Butter
  • nach Belieben Nüsse, Krokant, Kakaopulver, Kaffee, Likör, getrocknetes Obst, Kräuter etc.
  • Kuvertüre
  • Topf
  • Schüssel
  • Teller
  • Backpapier
  • ggf. Formen oder Pralinenhohlkörper und Spritzbeutel

Anleitung:

Die Basis für Pralinen bildet in der Regel eine Marzipan- oder Nougatmasse oder eine sogenannte Ganache, eine Creme, die auf Sahne und Schokolade basiert, aber auch weitere Zutaten beinhalten kann. Je nach Mischungsverhältnis wird die Ganache eher flüssig, cremig weich oder auch fester. Möchte man aus der Masse Trüffel rollen, die man später mit Schokolade überzieht, sollte sie etwas fester sein. In diesem Fall bietet sich ein Schokoladen-Sahneanteil von 2:1 an. Für eine gefüllte Praline kann die Ganache hingegen gerne flüssiger sein. Hier nimmt man am besten ein Mischungsverhältnis von 1:1.

Grundmasse für ca. 40 Pralinen

  1. Als erstes kochst Du 100 ml Liter Sahne auf.

  2. Dann löst Du darin 200 g Schokolade und 30 g Butter auf.

  3. Das Tolle am Pralinen selber machen: Geschmack und Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst nun also nach Belieben verschiedene Aromen, Nüsse, Rum etc. hinzugeben. Tipp: Pass auf, dass die Masse durch die zusätzlichen Zutaten nicht zu flüssig oder zu fest wird!

Jetzt gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, aus dieser hergestellten Masse Pralinen selber zu machen

Überzogene Pralinen

Die Füllung (Marzipan, Nougatmasse oder Ganache) wird zuerst zu Kugeln geformt und dann mit fließender Schokolade bzw. Kuvertüre überzogen. Sowohl bei der Füllung als auch beim Verzieren gibt es jede Menge Raum für fantasievolle Kreationen.

  1. Du lässt die hergestellte Ganache im Kühlschrank fest werden.

  2. Anschließend formst Du Kugeln aus der Masse, die Du entweder sofort in Kakao, Puderzucker oder Streusel wälzt oder aber erneut für einige Zeit in den Kühlschrank stellst, bevor Du sie weiter veredelst.

  3. Wenn Deine Pralinenkugeln fest geworden sind, kannst Du sie mit Schokolade überziehen. Besonders gut eignet sich dafür Kuvertüre, da sie einen höheren Kakaobuttergehalt hat als normale Schokolade und sich dadurch viel leichter verarbeiten lässt.

  4. Wer Pralinen selber machen und ihnen einen Überzug aus Schokolade verpassen möchte, muss nun Kuvertüre schmelzen. Dabei ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Wird sie zu heiß, verbrennt sie.

  5. Wenn die Kuvertüre eine leichte, flüssige Textur hat, kannst Du Deine vorbereiteten Pralinen hineintauchen. Am besten eignet sich dazu eine spezielle Pralinengabel. Beim Herausheben der Praline aus der Kuvertüre tropfst Du überschüssige Schokolade in mehreren Auf- und Abwärts-Bewegungen ab.

  6. Dann setzt Du die Praline vorsichtig auf einen Teller ab, den Du vorher mit Backpapier belegt hast.

  7. Wer möchte, kann seine Pralinen jetzt noch in Schokostreuseln oder Krokant wälzen oder mit Nüssen etc. verzieren.

  8. Zum Schluss lässt Du die überzogenen Pralinen im Kühlschrank aushärten.

Geschichtete Pralinen

Die Schichtmethode ist wohl die einfachste Art, Pralinen selber zu machen. Hierbei werden verschiedene Schichten übereinander gestapelt. Auch unsere Grundmasse eignet sich hervorragend für diese Art der Pralinenherstellung:

  1. Einfach die hergestellte Masse in eine flache, rechteckige, mit Antihaft-Papier ausgekleidete Form füllen und im Kühlschrank erkalten lassen.

  2. Dann zum Beispiel eine Schicht Nougatmasse auf die erkaltete Ganache geben und das Ganze erneut erkalten lassen.

  3. Zum Schluss eine Schicht Marzipanmasse auftragen und wieder erkalten lassen.

  4. Am Ende schneidest Du die Masse in kleine Rauten oder Würfel. So ergibt sich ein originelles Konfekt, das ganz ohne Überzug oder zusätzliche Verzierung ein echter Hingucker ist.

Gefüllte Pralinen

Möchte man gefüllte Pralinen selber machen, verwendet man Schokolade und Sahne im Mischungsverhältnis 1:1 und füllt mit der flüssigen Ganache vorbereitete Pralinenhohlkörper aus Schokolade, die man bereits fertig kaufen kann.

  1. Mithilfe eines Spritzbeutels füllst Du Deine flüssige Ganache in die vorbereiteten Hohlkörper.

  2. Am Ende verschließt Du die Löcher der Hohlkörper mit etwas geschmolzener Kuvertüre oder Schokolade.

Tipps & Vorsichtsmaßnahmen:

  • Wenn Du Pralinen selber machen möchtest, solltest Du für den optimalen Geschmack hochwertige Schokolade bzw. Kuvertüre verwenden.
  • Das Tolle am Pralinen selber machen: Du kannst Dein Konfekt nach Lust und Laune variieren. Verfeinere es doch einfach mit einem Schuss Likör oder Kaffee oder verleih ihm mit Kräutern oder Gewürzen eine ganz besondere Note. Natürlich eignen sich auch Nüsse in jeder Form, Krokant, Karamell oder getrocknetes Obst. Der Fantasie sind beim Pralinen selber machen wirklich keine Grenzen gesetzt.
  • Beim Formen der Pralinen sollten die Hände möglichst kühl sein. Am besten tauchst Du sie kurz vor dem Rollen und zwischendurch in kaltes Wasser, damit die Trüffelmasse nicht zu schnell schmilzt, während Du sie zu gleichmäßigen Kugeln formst.
  • Ähnlich wie bei Käse sollte man Pralinen etwa eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie ihr volles Aroma entfalten können.
  • Wer seine Pralinen gerne in eine bestimmte Form bringen möchte (zum Beispiel zum Valentinstag), kann die Masse vor dem Erkalten in spezielle Förmchen füllen und nach dem Aushärten nach Belieben mit Kuvertüre überziehen und Nüssen etc. veredeln.
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Schwierigkeitsgrad:

mittel
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